Donnerstag, 6. Oktober 2016

Asthma: Späte Erkrankungen haben meist einen schweren Verlauf



Es gibt frühkindliches Asthma - und es gibt Asthma, das sich erst nach der Kindheit manifestiert. Beides wird gleich behandelt, doch Patienten mit frühkindlichem Asthma haben die bessere Prognose.

Studie aus Wisconsin zum Einfluss verschiedener Asthmaformen auf kardiovaskuläre Erkrankungen

1269 Personen mit gesunden Gefäßen wurden für diese Studie im Schnitt 14 Jahre lang beobachtet.
Hierbei wurde in 3 Gruppen unterteilt: Gesund, Asthmadiagnose vor dem 18. Lebensjahr (Durchschnittsalter 8,9 Jahre) und Asthmadiagnose nach dem 18. Lebensjahr (Durchschnittsalter 39,5 Jahre). Erfasst wurden alle kardiovaskulär bedingte Zwischenfälle: Schlaganfälle, Herzinfarkte und Andere.

Ergebnis: Spät auftretendes Asthma verläuft oft schwer

In der Studie erlitten unter den Spätasthmatikern 12,7 Prozent, bei den Frühasthmatikern 3,8 Prozent und bei den Nichtasthmatikern 8,9 Prozent ein kardiovaskuläres Ereignis. Allerdings müssen hieraus natürlich Risikofaktoren wie Alter, Geschlecht, Raucherstatus, Diabetes, erhöhter Lipidspiegel, Hypertonie und Body-Mass-Index herausgerechnet werden.

Daraus geht dann hervor, das Patienten mit spät einsetzendem Asthma ein um rund 60 Prozent erhöhtes Risiko für kardiovaskuläre Vorfälle im Vergleich zu Nichtasthmatikern haben. Frühasthmatiker hatten hingegen kein erhöhtes Risiko.

Spätasthmatiker sprechen schlechter auf Asthmaspray an



Den verschiedenen Ursachen von Frühasthma und Spätasthma geschuldet, ist auch die Therapie von Spätasthmatikern weniger erfolgversprechend.

Frühasthma wird meist durch Genetik und Infektionskrankheiten und Allergien ausgelöst.

Spätasthma hingegen entwickelt sich hingegen unter Anderem als Reaktion auf Umweltschadstoffe, einen unausgeglichenen Hormonhaushalt, psychische Belastungen oder der Verwendung von Aspirin.

Aus diesem Grund schlagen die entzündungshemmenden Kortikosteroide bei Spätasthmatikern wesentlich schlechter an als bei Frühasthmatikern.