Freitag, 14. Oktober 2016

Asthmaspray als Dopingmittel?


Gerade im Ausdauersport, aber zum Beispiel auch beim Skifahrer Martin Sundby hört man hin und wieder von Dopingvorwürfen mit Asthmaspray. Auch erstaunlich viele Spitzensportler geben an, Asthmatiker zu sein. Was hat es damit auf sich?

Kann man mit Asthmaspray dopen?

Die kurze Antwort: Ja. Die lange Antwort: Nur ß2-Agonisten wie Salbutamol, Terbutalin und Salmeterolol können leistungssteigernd wirken. Sie erleichtern das Atmen und verbessern die Durchblutung. Außerdem wirken hohe Dosierungen an ß2-Agonisten anabol (Muskel aufbauend). Daher ist der Einsatz von ß2-Agonisten im Profisport scharf reguliert. Als Notfallspray darf es bei nachgewiesenem Bedarf verwendet werden, die Einnahme in Form von Tabletten aber ist generell untersagt.

Doping im Spitzensport?

Acht Prozent der Olympiateilnehmer geben an, Asthma zu haben. Dem gegenüber steht eine Asthmaprävalenz in Höhe von 5 % in der Gesamtbevölkerung. Bei den Winterspielen in Salt Lake City 2002 gewannen die 5,7 Prozent Beta-2-Agonisten-inhalierenden Olympia-Teilnehmer 15,6% der Medaillen. Dies legt den Verdacht nahe, das Asthmaspray im Spitzensport zum Doping gebraucht wird. Aber Achtung: Es könnte auch sein, das jahrelanger Ausdauersport die Wahrscheinlichkeit an Asthma zu erkranken erhöht und daher viele Ausdauersportler an Asthma erkranken.

Nebenwirkungen von ß2-Agonisten als Doping 

Auch Asthmaspray ist allerdings ein gefährliches Dopingmittel, der Missbauch von ß2-Agonisten kann durch seine Restwirkung am ß1-Rezeptor das Herz aus dem Takt bringen, den Blutzuckerspiegel gefährlich ansteigen lassen und das Kalium im Blut erniedrigen.

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