Donnerstag, 13. Oktober 2016

"Milbenpille" kann bei allergischem Asthma und Hausstauballergie helfen


Ob sich Krabbeltiere als Nahrung in Europa in naher Zukunft durchsetzen könnten steht noch in den Sternen - dennoch könnte es Millionen Menschen Linderung bei ihrem Asthma oder ihrer Hausstauballergie bringen, damit anzufangen. Zumindest bei gefriergetrocknete Milben.

                                   Hausstauballergie und allergisches Asthma

 

Bis zu 10.000 Hausstaubmilben leben in nur einem Gramm Staub. Sie ernähren sich von Hautschuppen und produzieren daraus ihre Ausscheidungen. Besonders wenn die Luft trockener wird, zum Beispiel in der Heizsaison, werden diese in die Luft aufgewirbelt. Sie verursachen allergische Reaktionen und reizen die Bronchien. Bei einer dauerhaften Belastung mit milbenkotbelastetem Hausstaub kann sich aus einer Allergie sogar ein Asthma entwickeln. Es ist also wichtig, rechtzeitig zu reagieren.


Desensibilisierung

 

Normalerweise kann, zum Beispiel bei Pollenallergie, eine Desensibilisierung erfolgen. Für Hausstaub gab es bis vor Kurzem noch keine geeigneten Medikamente. Jetzt wird mit Acarizax ein neues Präparat auf den Markt geworfen, das aus gefriergetrockneten Hausstaubmilben besteht. Nach drei Jahren täglich einer Tablette sollte der Körper auf das Allergen nicht mehr mit einer Immunantwort reagieren - Die Hausstauballergie ist behandelt. Azarizax gibt es leider nur auf Rezept aus der Apotheke. Bei vierstelligen Behandlungskosten über 3 Jahre ist das vielleicht aber auch gut so.

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